Haha! Diesmal verarbeite ich in meinem Wander-Tagebuch wohl die traumatischen Erlebnisse der letzten Tour. Wir starteten am Radau-Wasserfall, gingen über den Winterberg-Hangweg auf den Baumwipfelpfad Bad Harzburg und dann auf dem Knochenbrecher zum Großen Burgberg. Über den kleinen Burgberg ging es ins Krodotal – und dann war auf einmal Schluss. Aus die Maus! Kein Saft mehr und Abbruch nach weniger als zehn Kilometern. Nicht das erste Mal, dass wir uns überschätzt haben, aber trotzdem ein erstaunlich gruseliges Erlebnis. Aus reiner Gemeinheit habe ich darum aus den Wanderungen der letzten 20 Jahre eine Harzburg-All-Inclusive-Streckentour zusammengebastelt, die es durchaus in sich hat und nur für konditionell halbwegs gefestigte Hiker wanderbar sein dürfte. Wir werden sie, allerdings ohne den Baumwipfelpfad mitzunehmen, hoffentlich dieses Jahr auch noch einmal angehen, damit ich über lange nicht gegangene Wege aktuell berichten kann. Bad Harzburg liegt ja eigentlich nicht mehr so sehr in unserem Revier, weil hier (nicht erst) in den letzten Jahren der Wandel vom einstmals mondänen Badeort zum „Tor zur Wildnis“, für unseren Geschmack teils seltsame Blüten getrieben hat. Das Umfeld des Kurparks hat sich vom abseits gelegenen Tälchen mit marodem Märchenwald ins 21. Jahrhunderts katapultiert und es geht weiter damit. Der Bau eines mehrstöckigen Hotels auf dem Burgberg konnte ja glücklicherweise vorerst verhindert werden.

Der Hanggraben der Radau

Der Hanggraben der Radau

Klar ist der Strukturwandel nötig und auch positiv zu sehen, der zum Beispiel auch am Torfhaus eine völlig neue Welt geschaffen hat. Klar auch, dass viele Harz-Besucher moderne Attraktionen brauchen und dass viele neue Wanderer anscheinend First-Class-Lodges brauchen, um von dort aus im feinsten Wolfshaut-Zwirn ihrer Passion zu frönen. Aber der Harz wirbt nicht nur für Natur, sondern vielerorts für Wildnis und das lässt sich nur schwer vereinen mit intensivem Massentourismus. Für uns ist das sowieso nichts und wir suchen mittlerweile immer öfter die Abgeschiedenheit der Wege, die eher in Vergessenheit zu geraten drohen. Wege, auf denen man an manchen Tagen halt mal niemandem begegnet. Für den wunderbaren und wanderbaren Harz, unsere zweite Heimat, machen wir aber gerne auch mal eine Ausnahme. Dazu bietet das schönste Mittelgebirge westlich des Ural einfach zu viel Erlebenswertes in Sachen Kultur und Natur. Dieses Spannungsfeld werden wir auch heute aufs Allerfeinste erleben, wenn wir einerseits auf Trampelpfaden durch die angehende Bergwildnis des Nationalparks Harz wildern und mit Massen an Menschen über den Baumwipfelpfad oder den Burgberg strömen. Los geht es direkt am Radau-Wasserfall, gegenüber vom imposanten Gabbro-Steinbruch. Das ist schon ein Einstieg, der sich gewaschen hat und andeutet, wie oft Waldwildnis und Zivilisation beieinanderliegen. Auf der einen Seite die viel befahrene Harzhochstraße B4 und der aktive Steinbruch, auf der anderen das romantisch anmutende Radautal, die schöne Waldgaststätte „Radau-Wasserfall“ und der malerische Wasserfall. Dieser ist gleichzeitig auch Bindeglied zwischen den Welten als eine schöne Symbiose aus Natur und Kultur.

Denn der 22 Meter hohe Fall wurde 1859 von der Herzoglich-Braunschweigischen Eisenbahn als attraktives Ausflugsziel geschaffen. Dazu wurde an der aus dem Hochharz stammenden Radau ein Graben angelegt, der den Wasserfall mit dem nötigen Nass speist. Früh morgens ist es hier sogar noch relativ ruhig und beschaulich, wie meine Freundin zu ihrem Leidwesen feststellen musste, aber auch sehr kalt. Also nichts wie rauf in die Sonne, bevor es Ärger gibt. Ein schöner Serpentinenweg führt erst zum oberen Ende des Wasserfalls, dann geht es am Hanggraben, teils über einen Bohlenweg, zu den nächsten Serpentinen. Auf denen geht es den Hang des Winterberges hinauf zu einem netten Rastplatz mit (noch) schmaler Aussicht zum Brocken. Hier gibt es mindestens zwei plausible Möglichkeiten. Man geht über den anscheinend „ereignislosen“ Winterberg-Hangweg oder auf dem Winterberg-Klippenweg zum Molkenhaus und dann z.B. auf dem Ettersklippenweg ins Kalte Tal. Wir entschieden uns, weil noch genügend Trubel und Aussichten warten sollten, fürs Erstere und wurden nicht enttäuscht. Auf dem bereits im Nationalpark verlaufenden Winterberg-Hangweg geht es gerade jetzt im Frühling, wenig gestört von der Bundesstraße 4, auf schmalem Weg und Pfad durch eine schöne Berglandschaft. Junge Buchen streben danach, grüne Tunnel für uns zu bauen und rechts am Hang ziehen zahllose Felsen die Blicke auf sich. Bevor die Bundesstraße dann doch noch störend werden kann, geht es wieder in ein Seitental und schließlich hinab in Kalte Tal. Das ist wie ein kalt-warmes Wechselbad, wenn man aus dem Wald in das Tal tritt und damit in den Trubel. Ich denke, hier wandelt sich Bad Harzburg gerade wie nirgends anders in den letzten Jahrzehnten. Im Zentrum der hier entstandenen Neuanlagen rund um den aus dem Dornröschenschlaf erwachten Märchenwald, steht der mächtige „Dome“ des Baumwipfelpfades. Hier soll der Besucher hautnah erleben können, wie es in den Wipfeln unseres Waldes aussieht. Gleich mal vorab: Nix für Leute, die nicht schwindelfrei sind. Ich bin so mittel bis heftig davon betroffen und tat das nur um der lieben Liebe willen.

Ganz schön hoch hier

Ganz schön hoch hier

Während meine Maus also quietschend über die Bohlen hüpfte und fotografierte, als gäbe es kein Morgen, tastete ich mich weitestgehend mit mindestens halb geschlossenen Augen am Geländer entlang und versuchte, mich nicht von jemandem über den Haufen rennen oder runterschubsen zu lassen. Einige waren hier sogar mit wohl sogenannten Scuddys (musste ich erstmal googlen) unterwegs. Nix für Papas Sohn. Nein, mal im Spaß, das kann man mal mitmachen und es war unser zweiter Wipfelpfad nach dem im Hainich. Dass man allerdings dann für die Eintrittskarten noch bis in den Kurpark latschen muss, wo sich morgens um Zehn schon die ersten „Naturliebhaber“ dem Verzehr von Gerstenkaltschale aus Aluminiumdosen hingeben, finde ich etwas suboptimal. Genug gemeckert, alter weißer Mann! Das ist der Weisheitszahn der Zeit und jedem Tierchen sein Pläsierchen! Für Interessierte und jene, denen nicht schon auf einer Apfelsinenkiste stehend schwindlig wird, ist der Baumwipfelpfad schon sehr interessant und es gibt eine ganze Menge wesentlich schlimmerer Auswüchse des modernen Massentourismus. Wir konnten zum Beispiel endlich mal wieder die Blüte der Buchen und Eichen bestaunen. Am Ende des Pfades kommt dann nicht umsonst ein deutliches Warnschild für den weiteren Weg. Der steile Weg vom und zum Burgberg ist gesundheitsgefährdend, besonders beim Abstieg. Davon kann ich nur dringendst abraten. Da helfen keine Erfahrung und keine noch so tollen Wanderstiefel. Wahrscheinlich nicht mal Nagelschuhe. Alleine bei unserem Besuch erlebten wir zwei glücklicherweise glimpflich verlaufende Stürze von Leuten, die den Berg hinab kamen. Den noch einmal wesentlich steileren Abschnitt, den wir an diesem Tag auch erklommen, ersparen wir uns aber, weil wir ja über den Kleinen Burgberg aufsteigen wollen.

Den Holzweg und den weiteren Weg bis zum Parkplatz an der Kriegsgräberstätte sind wir ewig nicht gegangen, aber sie existieren und winden sich bestimmt immer noch wanderbar um den Berg. Hinter der Kriegsgräberstätte, am übrigens für Autofahrer günstigen Parkplatz „Alter Kaiserweg“, geht es hinauf zum Kleinen Burgberg. Der schöne Waldpfad führt erst gemächlich, dann immer steiler werdend zu den kläglichen Resten der Kleinen Harzburg. Zur Großen Schwester gibt es Infos zuhauf. Zur Kleinen Harzburg habe ich nicht einmal eine Erbauungszeit herausgefunden. Sie wird nur an einer Stelle als gleichzeitig mit der Großen Burg als Vorwerk erbaute Befestigung erwähnt. Es gibt aber Vermutungen, dass die Burg wegen ihres anderen Namens „Alte Burg“ bereits vor der Großen (Neuen) Burg existierte. Viel zu sehen ist auch nicht außer einigen Fundamenten und Mauerresten. Das Gelände, auf dem die Burg oder Vorburg erbaut wurde, ist aber sehr spannend und schön. Hier ist der Track nur als Empfehlung zu sehen und man kann, natürlich wie immer mit Rücksicht auf die schöne Natur, nach Herzenslust herumstöbern. Eine Aussichtsbank befindet sich auf dem Burgfelsen, eine etwas weiter unten, sehr nahe an einem Felsvorsprung. Von beiden Plätzen hat man über die markant gewachsenen Bäume am Steilhang eine schöne Aussicht über Bad Harzburg in das nordwestliche Harzvorland. Auch die ganze Umgebung des Plateaus des Kleinen Burgberges ist fantastisch wanderbar. Wer sich losreißen kann, gelangt über den nächsten durchaus bemerkenswert ansteigenden Weg auf das Plateau des Großen Burgberges mit den Resten der Großen Harzburg.

Die Harzburg

Die Harzburg

  • Angebliche Nutzung durch Römer als Tempelplatz und durch die Germanen als Kultstätte des Gottes Krodo, dessen Standbild durch Karl den Großen zerstört worden sein soll
  • 1065-68 Errichtung der Harzburg durch Heinrich IV. als zentrale Burgpfalz, die der Sicherung der Königsmacht der Salier gegen die sich der Fremdherrschaft widersetzenden Sachsen diente
  • 1073 floh Heinrich IV. von der Kaiserpfalz Goslar auf die Harzburg, die daraufhin belagert wurde. Dem Kaiser gelang mitten durch den Harz (Kaiserweg) die Flucht nach Ostfranken
  • 1074 Niederlage des Königs gegen die aufständischen Sachsen bei Hersfeld und Versprechen der Schleifung der Burg. Als dieses Versprechen nicht erfüllt wurde, plünderten und zerstörten aufgebrachte Sachsen der Umgebung die Burg
  • 1075 Niederlage der Sachsen bei Homburg / Unstrut und Wiederaufbau der Burg bis 1180
  • 1218 starb Kaiser Otto IV. auf der Harzburg
  • Nach dem Tode Ottos und Übergabe der Reichsinsignien an die Staufer verlor die Harzburg ihre Funktion als Reichsburg. Sie wurde danach mehrfach verpfändet und diente zeitweilig sogar als Raubritterburg
  • 1574 Verwendung von Teilen der Burg durch Herzog Julius August von Braunschweig für das Schloss Bündheim und ab 1650/51 dann Abriss der Burg durch Herzog August den Jüngeren

Die Große Harzburg wurde von Heinrich IV. unter anderem als Sicherung gegen die aufsässigen Sachsen errichtet und war wohl einer der Mitauslöser des (zweiten) Sachsenkrieges. Dass die Sachsen sich nicht so leicht unter die Knute Fremder zwingen lassen wollten wie andere Stämme, mussten ja auch schon die Römer und Karl der Große feststellen. Heute ist das alles etwas gediegener und Menschen aller Herren Länder strömen auf den Burgberg. Das kann manchmal etwas viel werden, aber mit etwas Glück kann man die Attraktionen des Großen Burgberges recht gechillt erleben. Von der Burg, einstmals eine gewaltige Anlage, zeugt nur noch wenig. Lediglich der Pulverturm, der Burgbrunnen, Reste der Toranlage und Teile der Burgmauern sind erhalten und einige Gebäude wurden mit Steinen markiert. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die um 1930 errichtete Harzsagenhalle mit 125 kleinen Marmorskulpturen in 14 Szenenfenstern. An Sonn- und Feiertagen kann man sich die Szenen ansehen, in denen unter anderem „Die Wilde Jagd“, „Die Walpurgisnacht“ und die „Kyffhäuser-Sage“ dargestellt sind. Auf dem Aussichtsplatz am Westende der Westburg steht die 1877 errichtete Canossa-Säule, die an den schweren Gang Heinrichs IV. 800 Jahre zuvor erinnert, aber auch für die Zwistigkeiten zwischen dem Deutschen Reich und dem Vatikan steht, für die sich mal wieder wer verantwortlich zeigte? Genau, der alte Bismarck. An der 1902 errichteten Verbindungsbrücke zwischen Ost- und Westburg schließlich steht die auf Initiative des „Fördervereins Historischer Burgberg e.V.“ im Jahr 2007 entstandene und dem vermeintlichen Original nachempfundene Statue des Gottes Krodo. Es gibt noch viel Interessantes, Sagen und Legenden und Geschichten rund um die Burg(en), die man auf diversen Sites recherchieren kann. Wir müssen jetzt aber langsam weiter.

Am Besinnungsweg

Am Besinnungsweg

Kaum sind wir raus aus dem Burggelände, erwartet uns der Antoniusplatz, ein Dreh- und Angelpunkt für Wanderer, der auch den Beginn und das Ende des Besinnungsweges markiert. Hier gibt es zum Beispiel einen historischen Wanderwegweiser aus dem 19. Jahrhundert, eine geschnitzte Antoniusfigur und einen netten Rastplatz etwas abseits des Trubels. Hier fällt auch die Entscheidung, den ein oder anderen Weg am Sachsenberg zu nehmen. Der obere führt auf den Sachsenberggipfel, auf dem die aufständischen Sachsen bei der Belagerung der Burg eine Befestigung errichtet haben sollen. Da man davon ausgehen kann, dass der Berggipfel schon früher als erst im 11. Jahrhundert genutzt wurde, wäre auch eine ältere Befestigung oder eine Kultstätte denkbar. Der untere Weg am Sachsenberg, für den wir uns 2015 entschieden, ist ebenso schön. Einige Ausblicke in die Umgebung, mehrere liebevoll angelegte Bänke mit Aussicht und allerlei Kleinigkeiten zur Besinnung und zum Stillen des Wissensdurstes prägen diesen tollen Wanderweg. An der Kehre des Besinnungsweges gehen wir dann nach links hinunter auf einem etwas breiteren Weg, der uns nach kurzer Strecke zum nicht gerade idyllischen Eselsplatz geleitet. Von hier aus geht es dann allerdings gleich wieder auf den Resi-Weg, der uns in schmal ausgetretenen Serpentinen den Berg hinab führt. Den Weg am Fuße des Eichenberges und durch das Stübchenbachtal haben wir ewig nicht mehr begangen, aber nicht allzu schlimm in Erinnerung. Hier betreten wir auch wieder den Nationalpark Harz, den wir erst beim Erreichen des besiedelten Gebietes der Stadt wieder verlassen.

Am Fuß der Uhlenköpfe wird es eventuell etwas komplex, eine Möglichkeit zur Navigation kann sehr hilfreich sein. Wir waren lange Jahre nicht mehr in diesem Bereich unterwegs und der Einstieg in den kleinen Trampelpfad, der uns zum Steinbruchweg bringen soll, könnte schwer zu finden sein oder existiert eventuell nicht mehr. Sollte er noch vorhanden und begehbar sein, erwartet uns ein weiteres wanderbares Schmankerl von der Sorte, hinter der zumindest wir her sind wie der Teufel hinter der armen Seele. Kurz geht es dann auf besagtem Steinbruchweg weiter, bis es an einer hoffentlich noch existierenden Bank einen weiteren nicht einfach zu findenden Einstieg zu einem schönen Pfad gibt. Wir entdeckten diesen Weg 2015 sogar nur, weil wir auf der Bank eine Pause machten. An diesen erinnern wir uns noch gut und es gibt auch einige Fotos von einem Weg, der anfangs nicht mehr als ein Tierpfad durch die „Wildnis“ ist. Sollte es nicht mehr möglich sein, diese beiden tollen Wege zu begehen, kann man natürlich problemlos die auf der unten angezeigten Karte markierte Abkürzung nehmen. Nach diesem hoffentlich schönen Erlebnis geht es kurz durch die Straße „Ilsenburger Stieg“ zur „Ilsenburger Straße“ und gleich darauf in den letzten Abschnitt der Tour, ins Naturschutzgebiet „Butterberggelände“.

Drachenrücken am Butterberg

Drachenrücken am Butterberg

Jahrelang haben wir nach einer sinnvollen Möglichkeit gesucht, diesen tollen kleinen Höhenzug in eine Wanderung zu integrieren und schafften es letztendlich 2016 auf einer Streckenwanderung von Ilsenburg nach Bad Harzburg. Der Weg über den Butterberg ist auf jeden Fall die beste Möglichkeit, aus Richtung Osten zum Bahnhof zu gelangen. Das 6 Hektar kleine Naturschutzgebiet „Butterberggelände“ wird im Verordnungstext des NLWKN als Perlgras-Buchenwald auf Kalkverwitterungsböden mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz beschrieben. Eine dreißigseitige, sehr informative Broschüre zu diesem Kleinod lässt sich z.B. hier über den BUND Westharz abrufen. Ein höchst wanderbarer Pfad führt über den Kamm des teils nur auf 50 Meter Breite bewaldeten Berges. Im Frühling kann man hier ein Kaleidoskop der Frühblüher erleben, wenn zum Beispiel das Leberblümchen, der Lerchensporn, das Buschwindröschen, die Schlüsselblume und später auch die Türkenbund-Lilie den Waldboden mehr oder weniger einfärben. Der Kammweg selbst, auf dem an manchen Stellen der Rücken des hier schlafenden Drachen herausragt, ist durchaus als äußerst wanderbar zu bezeichnen und macht die letzten Kilometer der Tour zu einem schönen abschließenden Erlebnis. Am Ende des Berges geht es zwischen Feldern und Wiesen entlang, mit Blicken auf den zurückgelegten Weg, zuerst in die Schützenstraße und dann glücklicherweise nur kurz an der lauten Landstraße 501 entlang zu unserem heutigen Ziel am Bahnhof Bad Harzburg.

Am Ende eines Tages...

Das war doch wirklich nicht übel für eine umfassende Tour am Rande Bad Harzburgs. Eine Hammerwanderung, wenn man es genau nimmt und den Trubel im Mittelteil als Bereicherung sehen kann. Auf jeden Fall eine schöne Gratwanderung zwischen Natur und Kultur, die Lust auf mehr macht. Bevor ich es vergesse, verweise ich für Harzburg-Wanderbesucher gleich mal auf die schöne „Harzburger Wanderseite“ von Günther Steckhan, der als Ortsansässiger natürlich noch viel mehr zu erzählen hat und das nicht nur über die Besonderheiten seiner Heimat. Auch wir werden hoffentlich in den nächsten Jahren noch viel Gelegenheit haben, alle möglichen Wege rund um das „Tor zum Hochharz“ zu erkunden. Die bereits absolvierten Wanderungen der letzten Jahre, wie die vom Torfhaus und von Ilsenburg aus, sind ebenfalls im Blickfeld für die nähere Zukunft. Aber da stehen auch noch der Hochharz-Nationalpark, die Wasser-Wanderwege, der Karstwanderweg und das nördliche Harzvorland vor der Tür und klopfen an. Verdammt nochmal, manchmal ist der Harz einfach zu schön, um wirklich wahr zu sein. Harzliches Treiben heute am Tag der fliegenden Hexen…

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