Good Night, and Good Luck – ein genialer Satz aus dem gleichnamigen Film von und mit George Clooney, in dem es um die McCarthy-Ära und um den Fernsehjournalisten Edward R. Murrow geht. Mit diesem Satz beendete ich bis vor einigen Jahren meine Kommentare im Filmforum moviepilot – bis dort die Meinungsfreiheit beendet wurde – und selbsternannte, hasserfüllte, sogenannte „Nazijäger“ das Kommando übernahmen. Aufgrund des „Kampfes“, den ich dort ohne viel Hilfe gegen eine Bande von Meinungsfaschisten führte, wurde wohl letztendlich das Forum geschlossen. Als ich jung war, nahm die Aufarbeitung der Nazizeit volle Fahrt auf, wohlgemerkt, das war 30 Jahre nach Ende des Krieges. Ich fand gut, dass es zu dieser umfassenden Aufarbeitung kam. Bis 2000 hatten nahezu alle Orte des Schreckens ein Museum, eine Gedenkstätte oder zumindest eine Informationstafel bekommen und jeder Deutsche, der zur Schule gegangen war, war über die Taten der Generation seiner Eltern und Großeltern informiert. Aus dem Straßenbild zogen sich die „Glatzen“, wie wir langhaarige Bombenleger sie nannten, im Laufe der Jahre und Jahrzehnte nahezu komplett zurück. Aber dort, das wäre vernünftig gewesen, war nicht Schluss. Der sogenannte Kampf gegen Rechts, gegen Nazis, nahm immer skurrilere Formen an – und wurde schließlich zu dem, was er heute ist: Die Nazijäger wurden selbst zu (teils etwas Schlimmerem als) die Nazis! Das wirklich Schlimme sind aber nicht ein paar verwirrte Jugendliche, die zu lange im Biotop Bunte Universität verbracht haben, sondern alle anderen, älteren Schafe, die nichts dazu sagen, nichts dagegen unternehmen, sondern größtenteils zustimmen oder gar mitmachen.

Nazis töten – Putin töten – Trump töten – AfD töten – Ungeimpfte töten – die Verrohung und Verdummung der Jugend, aber auch des erwachsenen Mobs, wird immer schlimmer. Niemand erhebt öffentlich die Stimme gegen solches und ähnliches Verhalten. Wird am anderen Ende der Welt ein (verurteilter und gewalttätiger) Afroamerikaner von Polizisten getötet, gehen Hunderttausende in Europa auf die Straße und überall gibt es Artikel und Sondersendungen. Wer geht für die jährlich hierzulande mindestens 20.000 missbrauchten Kinder oder für die im Jahr 2023 (offiziell) 761 massenvergewaltigten Frauen auf die Straße? Für Freiheit? Für Frieden? Eine Handvoll, die dann noch als Nazis diffamiert werden. Ansonsten niemand. Weil die Herde sich durch asoziale Hetzwerke, Zeitungen, TV und mittlerweile (völlige Verblödung) durch die Gierung lenken lässt. Wer nichts weiß, muss alles glauben. In der Schule wird ihnen der Schwachsinn aus den Leerbüchern von Leerern oder Pädogogen (keine Schreibfehler) in die Köpfe gestopft, den Rest des Tages verbringen sie – dauerhaft auf ihre Smartphones glotzend – damit, in den sozialen Netzwerken der vermeintlich Schlauste oder Lustigste zu sein. Aus (nicht nur) meiner Sicht ist das so unglaublich erbärmlich. Aus ihrer Sicht ist es das Wichtigste im Leben. Ob sie jemals aus der Matrix herauskommen, weiß ich nicht. Ich denke, es werden die wenigsten sein, die in der Lage sind, die Fäden, die Leine und den Maulkorb zu bemerken und hinter sich zu lassen. Viel Glück für alle halbwegs anständigen und ehrlichen Menschen da draußen. Wenn ihr euch angesprochen fühlt, seid ihr der letzte Widerstand. Good Night, and Good Luck…

P.S.: Sie sind wieder da! Die Masketiere, dieses Mal im richtigen Land. Bei der Tour de France und den Olympischen Spielen tragen sie wieder Masken. Niemand begehrt auf, niemand hinterfragt, alle fügen sich, machen mit, verlangen Solidarität. Viele sind indoktriniert, manipuliert, assimiliert. Der moderne Totalitarismus nähert sich mit großen Schritten.

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