Die Friedensdemo in Wunstorf musste komplett auf die vermeintliche „Prominenz“ des sogenannten „Widerstandes“ verzichten. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es auch gut war und gut tat, mit Menschen zu gehen, die es wirklich noch ernst meinen und nicht einem „Freizeit-Widerstand“ frönen. Keine Trommeln, keine Pfeifen, keine Lautsprecher – das tat auch einmal wirklich sehr gut. Auf dem Weg nach Poggenhagen machten wir kurz zuvor noch eine Pinkelpause an einem Waldstück und – es gibt einfach keine Zufälle – dabei parkten wir an dem Eingangstor eines wohl bewohnten Waldgrundstücks. An dem Eingangstor hingen mehrere Plakate. Eines von der Partei „Die Basis“, das andere zeigte die Informationen zur Demo, zu der wir gerade unterwegs waren. Witzig. Übrigens ein gar nicht mal so unwichtiges Thema, das Wasserlassen. Bis jetzt ist immer alles gut gegangen, weil der Körper sich wohl in einem gewissen Maße darauf einstellen kann, dass er sich nicht entleeren darf, aber manchmal war es schon wirklich knapp. Zurück zum Thema.

Am Fliegerhorst

Am Fliegerhorst

Der Friedensumzug bei Wunstorf war auf jeden Fall der landschaftlich reizvollste Spaziergang, an dem wir bislang teilnahmen. Es ging gegen 11 Uhr vom Bahnhof Poggenhagen durch die „Pampa“, nahe dem Naturschutzgebiet „Totes Moor“, zum Fliegerhorst Wunstorf. Es war ziemlich heiß, sodass wir auch froh waren, dass der Weg nicht allzu lang war. Am Fliegerhorst angekommen, erwartete uns dann natürlich noch mehr Hitze und etliche Militärangehörige, die etwas Abwechslung von ihrem sonstigen Dienstgeschehen bekamen. Es gab insgesamt drei nicht zu lange, aber sehr interessante Reden von „Veteranen“ der Wunstorfer Friedensinitiative und zwischendurch etwas Musik von einer Reggaeband. Auch wegen der Hitze wurde die Veranstaltung dann nicht allzu sehr in die Länge gezogen und gegen 13:30 Uhr machten wir uns dann mit allen anderen auf den locker auseinandergezogenen Rückmarsch nach Poggenhagen. Eine wirklich sehr gelungene Sache, muss ich sagen.

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